Tips zur Gitarrenlehrer-Suche

Die Gitarrenlehrer-Suche enthält eine große Zahl von Lehrern, Musikern und Musikschulen, die irgendwo in Deutschland Gitarrenunterricht anbieten und bietet den Nutzern die Möglichkeit, einen Gitarrenlehrer in ihrer Nähe ausfindig zu machen und im Vorfeld einer unverbindlichen Anfrage auch die wichtigsten Informationen über das Untwerrichtsangebot zu erfahren.

Im Folgenden sollen ein paar Tips&Hinweise bei der Benutzung der Suche und zum Thema "Instrumentalunterricht" allgemein gegeben werden.

Gitarrenlehrer in Deiner Nähe finden durch Umkreissuche nach Standort

  • Gitarrenlehrer in Deiner Nähe findest Du mittels der Angabe Deines Standortes - entweder per eindeutiger Postleitzahl oder per Ortsangabe
  • Die Suchergebnisse werden nach Nähe geordnet aufgelistet (Umkreise mit km-Grenze)
  • Durch Angabe des Umkreises entscheidest Du, wie weit ein Gitarrenlehrer entfernt sein darf
  • Standardmäßig wird ein Umkreis von max. 10 km durchsucht

Welches Instrument willst Du lernen?

  • Neben allen Arten von Gitarren, ist auch die Suche nach Bassgitarren-, Mandolinen- oder Banjolehrern eingeschlossen.
  • "Akustikgitarre" ist ein allgemeiner und vieldeutiger Begriff und diese Angabe bedeutet, dass der Lehrer alle Arten von Akustikgitarren als Begleitinstrument (Akkorde) lehrt und darüberhinaus sicher vertiefend auch mit klassischem Anschlag
  • "Konzertgitarre" lernen, heißt in der Regel, nach Noten mit klassischem Fingeranschlag zu spielen - meistens mit gemischten Stilen und Epochen - anhand eines Lehrwerks
  • "E-Gitarre" ist Rock/Pop/Jazzorientierter Unterricht - mit Noten und/oder Tabulatur
  • Sofern es sich nicht um Kinder handelt, sollte man immer gleich mit dem Gitarrentyp starten, den man schlussendlich speilen will. Sprich: NICHT vor dem E-Gitarrenunterricht erstmal mit Konzertgitarre anfangen!

Einzelunterricht - oder Gruppenunterricht

  • Entscheide dies zuerst nach Deinem Gefühl, dann nach dem Geldbeutel und dann nach den folgenden Erwägungen.
  • Gruppenunterricht ist kostengünstiger - bedenke aber, dass Unterricht dann nicht verlegt geschweige denn wegen Krankheit o.ä. nachgeholt wird.
  • Ein Unterrichtspartner kann anspornen, kann Angst nehmen und kann bessere Laune erzeugen. Aber er kann auch viel besser sein als Du oder viel schlechter oder was ganz anderes wollen.
  • Den idealen Lernpartner zu haben ist schwierig, gut ist, wenn man sich schon vorher kennt oder wenn der Lehrer die Gruppen geschickt zusammenstellt.
  • Kurse sind noch günstiger, es ist unverbindlicher weil auch zeitlich begrenzt. Kurse sind vielleicht nicht ganz so effektiv und individuell aber als Einstieg durchaus in Erwägung zu ziehen.
  • Bist Du sehr ambitioniert, schon fortgeschritten oder auf einen ganz bestimmten Stil fixiert? Dann nimm lieber Einzelunterricht.
  • Hausbesuche sind für kleinere Kinder sinnvoll, sofern es ein Wegeproblem gibt. Der Mehraufwand des Lehrers muss bezahlt werden. Die meisten Lehrer bieten Hausbesuche nicht an - Musikschulen sowieso nicht.

Was willst Du lernen?

  • Im Anfängerunterricht können Deine musikalischen Vorlieben kaum eine Rolle spielen, weil die Möglichkeiten der Umsetzung noch weitestgehend fehlen
  • Trotzdem lohnt es sich, von Anfang an einen Lehrer zu wählen, der stilistisch passt, weil das erstens motiviert und zweitens von Anfang an zielgerichtet und damit effektiver ist.
  • Gibt der Lehrer Spezialgebiete an, dann heißt das nicht automatisch, dass er alles andere nicht bedienen kann. Infomiere Dich am besten auf der Homepage (falls angegeben) oder über das Kontaktformular über den Lehrer

Privatlehrer, Musikschule, Dozent?

  • Freiberufliche, selbständige Gitarrenlehrer unterrichten meist zu Hause oder in einem Übungsraum und sind u.a. deshalb oft preisgünstiger im Honorar als Musikschulen.
  • Musikschulen bieten jedoch zusätzliche Entfaltungsmöglichkeiten, sei es in der Belegung von Ergänzungsfächern, seien es Vorspiele oder Bandprojekte.
  • An staatlichen bzw. kommunalen Musikschuleinrichtungen sind meist nur Lehrer mit abgeschlossenem Hochschulstudium zugelassen. Das könnte z.B. für fortgeschrittene Gitarristen ein Entscheidungsgrund sein.
  • Es gibt auch Musikamateure die zusätzlich Unterricht anbieten, was gerade für Anfänger durchaus zu erwägen ist.
  • Dozenten an Musikhochschulen oder privaten Spezialmusikschulen sind z.B. für Studienbewerber von Interesse. Anfänger brauchen dort nicht anzufragen.

Wieviel darf's denn kosten?

  • Preisangaben der Lehrer sind freiwillig.
  • Preisangaben sind Richtwerte und werden als Preis für eine 45minütigen Unterrichtseinheit Einzelunterricht angegeben, die sich wiederum aus Jahresgebühren bzw. Monatsraten errechnen (siehe Unterrichtsvertrag). Wahrscheinlich gibt es in jedem Unterrichtsangebot auch andere Unterrichtsstrukturen mit anderen Preisen.
  • Für die Angaben des Preises gibt es keine Garantie also immer den Lehrer nochmal fragen.

Den Gitarrenlehrer kontaktieren

  • Wenn Du nicht genau weißt, was Du dem Gitarrenlehrer bei Kontaktaufnahme per Email schreiben sollst, verwendest Du die Vorlagenfunktion (Link Vorlage) über dem Kommentartextfeld des Kontaktformulars. (Nur in Detailansicht verfügbar).
  • Folgende Dinge interessieren den Lehrer, wenn er eine Anfrage erhält:
  1. das gewünschte Fach (Auswahl siehe oben)
  2. Dein Alter bzw. das Alter der Person für die Du anfragst (z.B. Kinder)
  3. Dir mögliche Unterrichtszeiten bzw. -wochentage
  4. eventuelle Vorbildung am Instrument oder musikalisch allgemein
  5. Deine musikalischen Ambitionen
  • Der Lehrer sollte sich binnen Wochenfrist auf Deine Anfrage melden, sofern sie aussagekräftig war. Tut er das nicht, kann man auch anrufen, sofern eine Telefonnummer vorhanden ist. Prinzipiell wäre es aber schon ein gutes Qualitätsmerkmal, wenn der Lehrer zügig antwortet.

Probestunde vereinbaren

  • Probestunden, Kennlerntermine oder Informationsgespräche sind Standard. Im Detail regelt das jeder Lehrer verschieden.
  • Eine Vertragsbindung ohne Möglichkeit des vorherigen Kennenlernens, der Ortsbesichtigung etc. ist unüblich und unseriös.
  • Manche Lehrer bieten auch eine Probezeit an, bevor überhaupt ein Vertrag vereinbart wird.

Unterrichtsvertrag oder Einzelstunden?

  • Gitarrenunterricht führt nur zum Erfolg, wenn über einen längeren Zeitraum geübt und regelmäßig Unterricht besucht wird. Einige, wenige Stunden zu nehmen, ist nur dann sinnvoll, wenn man z.B. als Fortgeschrittener nur ein paar tips oder Anregungen fürs Selbststudium braucht.
  • Ein professioneller Musiker bzw. Lehrer hat mehrere Schüler und braucht Planungssicherheit, d.h. eine festen Schülerzahl mit festem Stundenplan. Das bedeutet, dass vertragliche Bindungen über einen längeren Zeitraum erforderlich sind, die aber selbstverständlich in entsprechenden Fristen kündbar sind.
  • Unterrichtsverträge werden an Musikschulen und bei Privatlehrern meistens über wöchentlichen oder 14 tägigen Unterricht geschlossen, welcher in Form einer monatlich zu entrichtenden Gebühr honoriert wird. In der Regel ist in Schulferien und an gesetzlichen Feiertagen kein Unterricht, was sich auf die Höhe der Monatsgebühr aber nicht auswirkt. Die Monatsrate darf als ein Zwölftel einer Jahresgebühr verstanden werden, die sich aus der durchschnittlichen Unterrichtswochenzahl in einem Schuljahr errechnet - das sind so ca. 37 Unterrichtseinheiten in 37 Wochen. Das sind durchschnittlich 3,1 Unterrichtseinheiten pro Monat bei wöchentlichem Unterricht.
  • Der Preis einer einzelnen Unterrichtseinheit errechnet sich bei wöchentlichem Unterricht also aus der Monatsrate geteilt durch 3,1 (durchschnittliche Stundenanzahl pro Monat).
  • An Musikschulen gibt es teilweise sogar Jahresgebühren, die komplett für ein Jahr oder in 2 Raten entrichtet werden müssen.
  • Einzelstundenvergütung ist meist möglich, wenn der Lehrer nicht unmittelbar von den Einnahmen des Unterrichtens abhängig ist oder sporadisch Unterrichtet wird oder eine Probezeit vereinbart ist oder nur eine bestimmte Stundenanzahl vereinbart ist.

Was passiert bei Unterrichtsausfall?

  • Das ist aus meiner Erfahrung ein leidiges Thema, gerade in Musikschulen, aber auch bei professionellen Privatlehrern. Es gibt im Detail viele Regelungen.
  • Bei abgeschlossenem Vertrag gilt meist, dass vom Lehrer zu verantwortender Unterrichtsausfall durch Nachholen oder durch anteilige Gebührenerstattung kompensiert werden muss.
  • Dass unentschuldigtes oder kurzfristiges Fernbleiben (binnen 24 h) nicht zum Anspruch auf Nachholunterricht oder Erstattung führt, dürfte verständlich sein.
  • Aber darüberhinaus ist es nicht selten, dass generell Unterrichtsausfall, der nicht vom Lehrer zu verantworten ist, weder nachgeholt noch bezahlt wird - egal ob eine rechtzeitige Entschuldigung vorliegt oder nicht.
  • Ist das nicht ungerecht?
    Man muss zum Verständnis dieser häufigen Regelung die Situation des Lehrers sehen. Nachholstunden sind durchaus als unbezahlte Überstunden zu sehen, da die reguläre Unterrichtszeit vor allem in Musikschulen nicht einfach als Freizeit zu betrachten ist. Vergleichbar wäre die Situation mit Angestellten, die aufgrund fehlender Lieferungen oder fehlender Aufträge vorübergehend nichts zu tun haben.
  • Anders sollte es bei längerfristiger Krankheit, geplantem Krankenhausaufenthalt, geplantem Urlaub etc. sein. Da sollte man vom Lehrer oder der Musikschule Entgegenkommen erwarten, denn für längere Zeiträume wär eine Kündingung in Erwägung zu ziehen.

Bei Fragen im Umgang mit der Datenbank oder Fragen zum Thema Gitarrenunterricht bitte hier kontaktieren.